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DGN2015-Fortbildungsband

489 Abstracts mit Fortbildungsakademie 2 Inhaltsverzeichnis Grußwort Kongresspräsidenten / Kongresssekretäre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Programmkoordination . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Ansprechpartner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Allgemeine Informationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Wichtige Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Programmübersichten Mittwoch, 23 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Donnerstag, 24 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Freitag, 25 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Samstag, 26 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Wissenschaftliches Programm Mittwoch, 23 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Donnerstag, 24 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 Freitag, 25 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Samstag, 26 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 FOV121 Toxische Myopathien: Bedeutung im klinischen Alltag Heinz Reichmann1 1 Universitätskllinik Carl Gustav Carus; Klinik für Neurologie Toxische Myopathien spielen in der Myologie eine wichtige Rolle, wobei sie sicherlich häufig nicht vermutet und daher auch nicht diagnostiziert werden. Eine rechtzeitige Diagnose ist deshalb wichtig, um schwerere Muskelschäden zu ver- meiden. Führende Symptome sind dabei Muskelschmerzen, Krämpfe und im Extremfall Rhabdomyolyse und erhebliche Muskelschwäche. Man muss zwischenToxin- und Drogen-induzierten Myopathien und Medikamenten-induzierten Myo- pathien unterscheiden. Bekannte Toxine für die Muskulatur sind Alkohol, Toluol, PCP, Organophosphate uvm. Bekannte Dorgen, die eine toxische Myopathie auslösen können sind Kokain und Heroin. Ein sogenanntes Eosinophilie-Myalgie- Syndrom wurde nach Vergiftungen mit L-Tryptophan und Rapsöl beobachtet. Bekannte Beispiele für Medikamenten- induzierte Myopathien sind die HMG-CoA-Reduktase Hemmer, nämlich die Statine. Neben den Lipidsenkern können aber eine Vielzahl von Medikamenten zu inflammatorischen und nekrotisierenden Myopathien führen. Schmerzhafte nekrotisierende Myopathien wurden bei Statinen, hohen Dosen an Vitamin E oder Vitamin A und bei epsilon-Aminoca- pron-Säure beschrieben. D-Penicillamin, Procainamid, Phenytoin, Streptokinase und Carbimazol können inflammatori- sche Myopathien auslösen. Ausführlichen werden die Alkohol-Myopathie, die Steroid-Myopathie, die Statin-induzierte Myopathien und die unter Zidovudin aufgetretenen Myopathien diskutiert. Dabei wird ein Schwerpunkt auf der Diagnose dieser Myopathien lie- gen und selbstverständlich der Therapie, die erstaunlicher Weise noch nicht einmal bei Statin-induzierten Myopathien validiert ist. Faszinierend ist die Frage, warum nur manche Patienten eine Statin-induzierte Myopathie entwickeln (Dosis, genetische Prädisposition?). Bemerkenswert ist auch, dass selbst das Absetzen von Statinen bei manchen Patienten nicht zur Besserung der Muskelschwäche/-schmerzen führt, da diese Patienten wohl eine autoimmun-getriggerte nekrotisie- rende Myopathie entwickelt haben. Mittels Autoantikörper-Testung wird eine immunsuppressive Therapie begründet. In der Regel sistieren toxin-induzierte Myopathien aber doch nach Absetzen oder Beendigung der Exposition desToxins/ Medikamentes. FOV125 Diagnostik und Therapie der Myositiden Jens Schmidt1 1 Universitätsmedizin Göttingen; Klinik für Neurologie Zu den Hauptformen der Myositis gehören die Dermatomyositis, Polymyositis, Einschlusskörpermyositis und Nekro- tisierende Myopathie. Eine granulomatöse Myositis stellt eine seltenere Form der Entzündung im Muskel dar. Zu den Herausforderungen in der Diagnostik gehört neben der Differenzierung der jeweiligen Unterform vor allem auch die Abgrenzung zu nicht-entzündlichen Myopathien. Die Therapiemöglichkeiten der Myositiden unterscheiden sich zum Teil deutlich voneinander. Der Vortrag ist nicht nur für Ärzte aus neuromuskulären Spezialbereichen gedacht, sondern richtet sich an alle klinisch tätigen Neurologen. In den letzten Jahren sind einige diagnostische und therapeutische Neuentwicklungen entstanden, die in diesem Vortrag übersichtlich und unter Berücksichtigung der aktuellen Leitlinien zusammengestellt werden: Die Diagnosekriterien werden erläutert wie zum Beispiel ein internationaler Konsens zur klinisch-pathologischen Diagnose der Einschluss- körpermyositis. Bildgebende Methoden wie das Muskel-MRT nehmen ebenso einen zunehmenden Stellenwert ein wie verschiedene Auto-Antikörper einschließlich SRP, Mi-2, Jo-1 etc. Der Zusammenhang zwischen Statinen und einer Nekro- tisierenden Myopathie wird vor dem Hintergrund der HMG-CoA-Reduktase-Antikörper erläutert. Neben dem klinischen Untersuchungsbefund ist eine sorgfältige Auswertung der Muskelbiopsie unerlässlich, um beispielsweise zwischen einer Einschlusskörpermyositis und einer Polymyositis zu differenzieren. Die Abgrenzung einer Myositis zu einer hereditären Myopathie ist essenziell, um beispielsweise eine unnötige Immunsuppresion zu vermeiden. Die etablierten Behand- lungsverfahren werden aufgezeigt –mit einem Fokus auf eine differenzierte Immuntherapie. Abschließend wird ein Ausblick auf künftige Therapiemöglichkeiten geboten. Zusammengenommen werden in diesem Kurs Kenntnisse über entzündliche Muskelerkrankungen vermittelt, die von wesentlicher Relevanz für den klinischen Alltag sind.

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