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DGN2015-Fortbildungsband

511 Abstracts mit Fortbildungsakademie 2 Inhaltsverzeichnis Grußwort Kongresspräsidenten / Kongresssekretäre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Programmkoordination . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Ansprechpartner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Allgemeine Informationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Wichtige Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Programmübersichten Mittwoch, 23 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Donnerstag, 24 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Freitag, 25 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Samstag, 26 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Wissenschaftliches Programm Mittwoch, 23 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Donnerstag, 24 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 Freitag, 25 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Samstag, 26 . September 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 Fortbildungsakademie HTK 16 – Differentialdiagnostik von Anfällen: paroxysmale Syndrome FOV97 Paroxysmale Gedächtnisstörungen Thorsten Bartsch1 1 Klinik für Neurologie; AG Gedächtnisstörungen und Plastizität, UKSH Kiel Paroxysmale und akute Gedächtnisstörungen sind eine Störung der Fähigkeit, Informationen zu lernen, zu behalten oder abzurufen. Gedächtnisstörungen werden zumeist als Störungen des episodischen Gedächtnisses aufgefasst, welches be- sonders häufig bei neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen betroffen ist. Die Störungen können aber auch andere Gedächtnissysteme umfassen und durch andere Störungen mitbedingt sein, die die Gedächtnisfunktion indirekt mitbedingen wie Aufmerksamkeit, exekutive Funktionen, Arbeitsgedächtnis und emotionale und motivationale Fakto- ren. Die Gedächtnisfunktion ist damit anfällig für viele Noxen und Störungen, so dass Gedächtnisstörungen zu den häu- figsten Folgen einer Hirnschädigung oder Ausdruck einer neurologischen und psychiatrischen Erkrankung gehören und akute Gedächtnisstörungen bei vielen Patienten in der Notaufnahme eine differentialdiagnostische Herausforderung darstellen. Zumeist stellt sich die Frage, ob neben der Gedächtnisstörung noch andere kognitive Domänen betroffen sind und wel- ches kognitive Schädigungsprofil vorliegt. Hierzu kann man mit einem neuropsychologischen Screening (Moca, MMSE, RAVLT, Uhrentest, Rey-Figur, Altgedächtnistest) subjektive von objektivierbaren Gedächtnisstörungen trennen, das Aus- maß und die Art der Amnesie (anterograd, retrograd, kombiniert) einschätzen. Eine Fremdanamnese ist naturgemäß unabdingbar, um den Beginn und Verlauf zu eruieren. Eine sorgfältige neurologische Untersuchung sollte Begleitsymp- tome aufdecken. In dem Vortrag soll detailliert auf die notwendigen Untersuchungen und differentialdiagnostischen Überlegungen bei der Abklärung von Patienten mit akuten und paroxysmalen Gedächtnisstörungen eingegangen werden und konkrete Tipps für den Untersuchungsgang gegeben werden. FOV135 Paroxysmale Bewegungsstörungen Stephan Klebe1 1 Universitätsklinikum Würzburg, Klinik für Neurologie Paroxysmale Bewegungsstörungen (PBS) umfassen eine heterogene Gruppe von seltenenhereditären oder erworbenen Erkrankungen mit episodischen unfreiwilligen Bewegungen von unterschiedlicher Dauer. Phänomenologisch können die Bewegungsstörungen dyston, choreatiform, ballistisch, ataktisch oder eine Kombination aus den vorhergenannten sein. Ein Hauptmerkmal der meisten PBS ist, dass die Patienten zwischen den Episoden keinerlei Symptome aufweisen. Hauptvertreter der PBS sind die Paroxysmal kinesiogene Dyskinesie (PKD), die Paroxysmal nicht-kinesiogene Dyskinesie (PNKD), die anstrengungsinduzierte Dyskinesie (PED)1 und die Episodischen Ataxien (EA). In den letzten Jahren haben es die Fortschritte in der molekulargenetischen Diagnostik ermöglicht eine Reihe von genetischen Ursachen für die PKD, PNKD, PED und EA zu identifizieren. Vielen von diesen Erkrankungen liegt eine Kanalopathie zu Grunde. Das attacken- förmige Auftreten und die pathophysiologische Grundlage einer Kanalopathie erklären die teilweise Überlappung mit Epilepsien. Paroxysmal kinesiogenen Dyskinesie (PKD) PKD sind die häufigsten PBS mit einer geschätzten Prävalenz von 1/150 000. PKD sind charakterisiert durch wiederkeh- rende, kurze Attacken von Dyskinesien, die durch plötzliche Bewegungen ausgelöst werden können. Die Erkrankung beginnt üblicherweise während der Kindheit oder im jungen Erwachsenenalter. Die Dyskinesien umfassen zumeist dys- tone oder choreatiforme Bewegungen ohne Bewusstseinsverlust. Die Symptome können täglich auftreten und zwischen einigen Sekunden bis zu einigen Minuten anhalten. Die Attacken nehmen mit dem Alter häufig ab. Viele Patienten be- schreiben Aura-ähnliche Gefühle vor dem Beginn der Attacken. Bei hereditären Formen der PKD sind am häufigsten PKD sind die häufigsten PBS mit einer geschätzten Prävalenz von 1/150000. PKD sind charakterisiert durch wiederkeh-

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